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Sanierung/ Bauen im Bestand
Unser Umgang mit dem Bestand
Auch nach der Sanierung soll die Geschichte eines Gebäudes weiter ablesbar sein. Nicht jeder Kugeleinschlag in einer Fassade wird von uns verschlossen und nicht jedes abgerissene Stuckelement wandert in nachempfundener Form wieder an seinen Platz zurück.
Auch die Gliederung folgt bei uns nicht immer strikt dem Vorgefundenen. Allerdings legen wir Wert auf Farbgebungen, denen man das Material glaubt. Die Fassade soll auch nach der Sanierung in Würde altern können, und nicht nach einigen Jahren schon aussehen wie eine grellgeschminkte Diva, von der nun langsam ihre Pracht abblättert.
Eine besondere Vorliebe unseres Büros bleibt auch im Bestand und in der Denkmalpflege immer der Umgang mit nicht alltäglichen Materialien. In der Dorfkirche Sternhagen wurden am Ort geborgene alte Dachsteine wiederverwendet. Im Wohnhaus Schliemannstr. 21, Berlin-Prenzlauer Berg (LP1-9) wurden Stampflehmwände mit Lehm aus dem Hof des Hauses errichtet und neue Fassadenelemente mit witterungsbeständigen Hölzern ausgeführt. In der Straßenfassade des Elias-Gemeindehauses wurden vorhandene Figuren an ausgewählten Stellen wieder mit einer Blattgoldauflage versehen. Installationsabdeckungen, die gewöhnlich aus Gipskarton-Abkofferungen bestehen, wurden im Gossner Jugendkeller des Gemeindehauses als Segel und fächerartige leichte Stahlkonstruktionen ausgeführt.
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