Strohballen Dämmung
Lehmputz
Lage
Uckermark, Brandenburg
Fertigstellung
im Bau
Bauherr
Verein
Netto-Grundfläche
561m²
Statik
Dipl.-Ing. Thomas Görsch
Bauweise
Ziegel-Mauerwerk mit Strohballendämmung

Dreifamilienhaus

[Sanierung & Dachausbau]

Als einer von drei Wohnbauten des örtlichen landwirtschaftlichen Betriebes aus DDR-Zeit sticht das Gebäude nicht hervor, es stört wie alle diese Bauten das dörfliche Gefüge. Man hat sich gewöhnt und arrangiert. So betrachtet, wird diese Bausubstanz immer unterschätzt. Massiv gebaut, logisch strukturiert, ließen sich leicht zwei Wohnungen zu einer Maisonette-Wohnung zusammenlegen und ohne viel Umbauten das Dach zu einer Werkstatt ausbauen. Zu Sanierungsbeginn wurde die Kellerabdichtung in altbewährter Weise mittels einer gestampften abdichtenden Tonabdichtung erbracht. Diese Arbeit - viele Stunden Eigenleistung - war in dieser Hinsicht auch der Testlauf, denn bei der Dämmung der Außenwände mit Strohballen wurden wieder viele Hände gebraucht. Die Kellerdecke wurde konventionell mit Mineralwolle gedämmt (Brandschutz), das Dachtragwerk mittels Zelluloseeinblasdämmung. Bzgl. des Erhalts der Kunststofffenster wird mancher die ökologische Sinnhaftigkeit anzweifeln, doch ein erhaltenes Isolierglasfenster von gestern ist bis zum Ablauf seiner Lebenszeit ökologisch sinnvoller als das beim U-Wert um wenige Stellen nach dem Komma bessere aus Holz.

Fotorechte: Jörg Wappler